
Investor Relations
Services
FAQ
Häufige Fragen (FAQ)
Allgemeine Fragen
Wie ist die heutige PC-WARE Gruppe entstanden?
Gegründet im Jahr der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten (1990) ist das Unternehmen heute Leipzigs einzige börsennotierte Gesellschaft und zählt zu den führenden herstellerunabhängigen ICT-Dienstleistern in Europa. Im Kerngeschäft der Softwarelizenzierung, Lizenzvertragsberatung und im Software & IT Asset Management ist PC-WARE Marktführer in Europa. Aus dem Start-up mit drei Mitarbeitern und einem Umsatz von 0,3 Mio. Euro im ersten Geschäftsjahr ist eine Gruppe gewachsen, die derzeit mit 1.800 Mitarbeitern weltweit über 1 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet.
Stationen des Wachstums im Überblick:
| 1990 | Gründung der PC-Ware GmbH |
| 1997 | Der Umsatz erreicht 100 Mio. Euro. |
| 1998 | Die PC-Ware GmbH wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. |
| 2000 | Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse |
| 2001 | Beginn der Internationalisierung und Expansion mit Übernahmen in Niederlanden, Großbritannien, Frankreich, Italien und Österreich |
| 2002 | Übernahme der BISON Systems AG, in der Schweiz |
| 2003 | Aufnahme in den Prime Standard der Frankfurter Börse PC-WARE gründet Niederlassungen in Südafrika, Belgien und Luxemburg |
| 2004 | Das Systemhaus senas AG in Deutschland wird übernommen, ebenso die Digi Trade S.R.O. in der Tschechischen Republik. Weitere Übernahmen von lokalen Systemhäusern in Deutschland folgen. |
| 2005 | Die 500 Mio. Euro Umsatzhürde wird genommen. Die Übernahme der „Datacontact“ stärkt das Geschäft in Österreich. |
| 2006 | Mit der Akquisition der Ravenholm Computing Group wird die Präsenz flächendeckend in Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland erreicht, in der Schweiz gestärkt und eine Tochtergesellschaft in den USA übernommen. Die PC-WARE S.R.L., Bukarest/Rumänien, wird gegründet. |
| 2007 | Gründungen von Niederlassungen in der Russichen Föderation und der Volksrepublik China; Übernahme der Unternehmensgruppe COMPAREX Central Europe and Iberia mit Niederlassungen in Österreich, Tschechische Republik, Slowakei, Polen, Ungarn, Spanien, Slowenien und Rumänien |
| 2008 | Entwicklung zum ICT-Solution Provider mit signifikanten Wachstumspotenzialen; Strategische Partnerschaft mit der österreichischen Raiffeisen Informatik GmbH |
| 2008 | ICT Solution Provider in 25 Ländern; Erweiterung des Kerngeschäfts Software Sales & Licensing um Professional Services Business, Infrastructure Business und Data Centre Business (Comparex) |
Wo ist der Sitz des Unternehmens?
Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Leipzig.
Die Adresse lautet:
PC-Ware Information Technologies AG
Blochstraße 1
04329 Leipzig
Germany
Die Anschriften unserer Ländervertretungen können Sie unserer Homepage mit folgendem Link entnehmen.
Welche Produkte/Dienstleistungen bietet PC-WARE an?
PC-WARE zählt zu den führenden herstellerunabhängigen ICT-Dienstleistern in Europa. Im Kerngeschäft der Softwarelizenzierung, Lizenzvertragsberatung und im Software & IT Asset Management ist PC-WARE Marktführer in Europa.
Das Unternehmen gehört zu den fünf Microsoft LARs (Large Account Reseller) für das gesamte EMEA-Gebiet (Europa, Mittlerer/Naher Osten und Afrika) und hält einen LAR-Status auch in China.
Darüberhinaus bietet PC-WARE ein breites Produkt-, Lösungs- und Servicespektrum rund um Windows- und Open-Source-Plattformen in Client-Serverumgebungen und für Hochleistungsrechenzentren an.
In welche Geschäftsbereiche ist das Unternehmen gegliedert?
PC-WARE gliedert sich in zwei Geschäftsbereiche, wobei die Bereiche Softwarelizenzierung und Hardwarehandel im Segment »Volume Business« zusammengefasst werden und das grundsätzlich margenstärkere Service-Geschäft unter »Value Business« geführt wird. Nähere Informationen erhalten Sie hier.
Wie hoch sind Umsatz und Gewinn des Unternehmens? Wie verlief die Umsatz- und Gewinnentwicklung in den letzten Jahren?
| in Mio. € | 2004/05 |
2005/06 |
2006/07 |
2007/08 |
2008/09 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 503,9 |
593,9 |
692,1 |
776,4 |
890,3 |
| Umsatz inkl. direkter Enterprise Agreements | 564,4 |
703,9 |
826,0 |
974,7 |
1.133,6 |
| Rohertrag | 61,9 |
77,8 |
95,2 |
122,3 |
141,5 |
| – Rohertragsmarge in % | 12,3 |
13,1 |
13,8 |
15,7 |
15,9 |
| EBITDA | 9,9 |
12,4 |
11,7 |
17,1 |
18,2 |
| – EBITDA-Marge in % | 2,0 |
2,1 |
1,7 |
2,2 |
2,0 |
| EBIT | 6,9 |
9,6 |
8,7 |
12,5 |
12,9 |
| EBT | 8,2 |
7,7 |
8,7 |
12,5 |
12,1 |
| Konzernjahresüberschuss | 4,4 |
5,1 |
5,2 |
8,6 |
8,7 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 8,6 |
14,5 |
6,5 |
19,8 |
13,4 |
| Free Cash Flow | 6,1 |
9,1 |
0,02 |
11,2 |
-9,4 |
| Eigenkapital | 62,0 |
63,2 |
65,0 |
72,0 |
112,2 |
| – Eigenkapitalquote in % | 44,5 |
33,2 |
35,2 |
27,3 |
36,3 |
| Bilanzsumme | 139,2 |
190,5 |
183,8 |
261,7 |
309,3 |
| Gebundenes Kapital (capital employed) | 41,4 |
50,2 |
59,0 |
104,1 |
123,0 |
| Eigenkapitalrendite in % | 7,7 |
8,4 |
8,5 |
12,1 |
7,7 |
| Gesamtkapitalrendite in % | 6,5 |
4,0 |
5,3 |
5,2 |
3,3 |
| ROCE in % | 16,8 |
19,2 |
14,7 |
12,0 |
12,0 |
| Mitarbeiter (Anzahl, im Durchschnitt) | 698 |
891 |
1.105 |
1.456 |
1.650 |
Direkte Enterprise Agreements (EA) sind Lizenzverträge, die zwischen Microsoft und dem Kunden direkt abgeschlossen werden. Mit steigender Anzahl direkter Enterprise Agreements vermindert sich zwar unser Umsatz in gleicher Höhe, der Rohertrag steigt jedoch um den Betrag der Beratungshonorare, die wir für unsere Tätigkeit als Enterprise Software Advisor (ESA) bekommen.
Wie sieht die regionale Umsatzverteilung aus?
Umsatz nach Regionen 2008/09:

Welche Marktposition nimmt die PC-Ware Information Technologies AG ein?
Im Microsoft-Lizenzierungsgeschäft ist PC-WARE der zweitgrößte von insgesamt fünf EMEA LARs und baut seine Marktposition gegenüber den anderen EMEA LARs wie Insight, Hewlett Packard (HP), Dell und Fujitsu weiter aus.
Wer sind die größten Mitbewerber von PC-WARE?
| SSL Software Sales & Licensing |
PS Professional Services |
ISS System House Business |
|---|---|---|
| Insight (vorher: Software Spectrum) Hewlett Packard Fujitsu |
T-Systems Siemens Business Services IBM Global Services |
Bechtle Computacenter Hewlett Packard Dell EMC SUN |
Wie viele Mitarbeiter sind bei PC-WARE beschäftigt?
Seit Gründung des Unternehmens betrachten wir unsere Mitarbeiter als wesentliche Determinante des Erfolgs und investieren konzernweit permanent in ihre Qualifikation und Kompetenz. Die Mitarbeiterentwicklung der letzten Geschäftsjahre zeigt die folgende Tabelle:
| Geschäftsjahr | 2000/01 | 2001/02 | 2002/03 | 2003/04 | 2004/05 | 2005/06 | 2006/07 | 2007/08 | 2008/09 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl Mitarbeiter | 403 | 391 | 583 | 608 | 698 | 891 | 1102 | 1456 | 1650 |
Im Geschäftsjahr 2008/09 beschäftigte PC-WARE insgesamt 1.650 feste Mitarbeiter.
Wann beginnt und endet das Geschäftsjahr von PC-WARE?
Das Geschäftsjahr beginnt am 01.04 und endet am 31.03. eines jeden Jahres und weicht somit vom Kalenderjahr ab.
Welchen Rechnungslegungsstandard wendet PC-WARE an?
Der Jahresabschluss des Unternehmens wird nach dem internationalen Rechnungslegungsstandard International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.
Wie kann man den aktuellen Geschäftsbericht des Unternehmens bestellen?
Unter diesem Link können Sie ein Printexemplar des aktuellen Geschäftsberichtes bestellen. Die elektronische Version des Geschäftsberichtes können Sie hier abrufen.
Wann werden die Jahres- und Quartalsabschlüsse veröffentlicht?
Die Veröffentlichungszeitpunkte finden Sie in unserem Finanzkalender.
Wann ist PC-WARE an die Börse gegangen?
Am 05. Mai 2000.
Welche WKN und ISIN hat die PC-WARE-Aktie?
- WKN: 691 090
- ISIN DE0006910904
In welchen Börsensegmenten ist PC-WARE vertreten und an welchen Börsen wird die Aktie gehandelt?
- CDAX
- Prime All Share
- TECH All Share
- GEX
- Geregelter Markt in Frankfurter Wertpapierbörse
- Prime Standard in Frankfurter Wertpapierbörse
- Freiverkehr in Börse Berlin Bremen
- Freiverkehr in Börse Düsseldorf
- Freiverkehr in Niedersächsische Börse zu Hannover
- Freiverkehr in Börse Stuttgart
Wie sieht die Aktionärsstruktur von PC-WARE aus?

Wie hoch war die zuletzt gezahlte Dividende? Wie hat sich die Dividende entwickelt?
Die zuletzt gezahlte Dividende betrug 0,65 € pro Aktie, was bezogen auf den Schlusskurs des letzten Geschäftsjahres einer Rendite i.H.v. 4,0% entspricht.
| Dividende je Aktie in Euro |
Jahr |
|---|---|
| 0,06 | 2000/01 |
| 0,27 | 2001/02 |
| 0,30 | 2002/03 |
| 0,30 | 2003/04 |
| 0,40 | 2004/05 |
| 0,50 | 2005/06 |
| 0,50 | 2006/07 |
| 0,50 | 2007/08 |
| 0,65 | 2008/09 |
Wann und wo findet die nächste Hauptversammlung statt?
Die nächste Hauptversammlung findet am 27.08.2009 in Leipzig statt.
Wen kann ich bei Fragen zur Aktie ansprechen?
Nutzen Sie unser Kontaktformular oder kontaktieren Sie uns per:
Tel.: +49 (0)341 25 68-148
Fax: +49 (0)341 25 68-876
Gibt es einen bestimmten Mindestanlagebetrag für den Erwerb von PC-WARE Aktien?
Nein. Die Aktien können ab einer Menge von 1 Stück an der entsprechenden Börse erworben werden.
Welcher Aktiengattung gehören PC-WARE Aktien an?
PC-WARE Aktien sind nennwertlose Inhaberaktien.
Wo können Informationen über die Kursentwicklung der PC-WARE erhalten werden?
Den Kursverlauf können Sie unter diesem Link einsehen.
Wie bewerten Analysten das Unternehmen?
Einschätzungen von Analysten finden Sie in ausführlichen Studien hier.
Welche Strategie verfolgt PC-WARE hinsichtlich Corporate Governance?
Die PC-Ware Information Technologies AG bekennt sich voll zu dem im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) verankerten Grundsatz der Gewährleistung einer verantwortungsvollen, auf Transparenz und Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Kontrolle des Unternehmens mit dem Ziel der Förderung des Vertrauens von Anlegern, Kapitalmärkten, Geschäftspartnern und Mitarbeitern sowie der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung unseres Unternehmens.
Vorstand und Aufsichtsrat der PC-Ware Information Technologies AG erklären, den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 14. Juni 2007 bzw. den in der Fassung vom 6. Juni 2008 seit deren Geltung enthaltenen Empfehlungen seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 19. Juni 2008 mit Ausnahme der im aktuellen Geschäftsbericht genannten Abweichungen entsprochen zu haben und auch zukünftig zu entsprechen.
Fragen zur Entwicklung des Geschäftsjahres 2008/09
Wie haben sich die Umsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr entwickelt?
Wir verzeichneten im Berichtszeitraum einen Umsatzanstieg von 14,7% auf 890,3 Mio €.
| Mio. Euro | 2007/08 | 2008/09 | Veränderung |
| Geschäftsjahr | 776,4 | 890,3 | +14,7% |
Wie hat sich der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr entwickelt?
Der Rohertrag (+15,8%) stieg im Berichtszeitszeitraum leicht überproportional zum Umsatz (+14,7%). Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren zwei Tendenzen: Einerseits wirkte sich der weiter erhöhte Margendruck, besonders im Hardware-Umfeld, negativ aus. Andererseits hatten das erhöhte Volumen direkter Enterprise Agreements (+20,9%) auf 256,8 Mio. €) und der gesteigerte Umsatzanteil im erstragsstärkeren Service-Geschäft positive EInflüsse.
| Mio. Euro | 2007/08 | 2008/09 | Veränderung Rohertrag |
| Geschäftsjahr | 122,3 | 141,5 | +15,8% |
Wie hat sich das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr entwickelt?
Gestiegene Personalaufwendungen (+19,3% auf 93,0 Mio. €) und erhöhte sonstige betriebliche Aufwendungen (+12,8% auf 37,1 Mio.€) beeinflussten das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2008/09, sodass es weniger stark anstieg als der Rohertrag. Grund für die erhöhten Kostenpositionen sind der Peronalaufbau im Vertriebs- und Serviveumfeld und die damit verbundenen sonstigen Aufwandspositionen. Dennoch gelang es uns, das EBITDA im Berichtszeitraum um 6,2% auf 18,2 Mio. steigern.
| Tausend Euro | 2007/08 | 2008/09 | Veränderung |
| Geschäftsjahr | 17.107 | 18.200 | +6,2% |
Wie entwickelten sich EBIT und EBT?
Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verzeichneten wir im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 3,3% auf 12,9 Mio. €. Dass sich das EBIT unterproportional zum Rohertrag entwickelte, ist im Wesentlichen ein Resultat des unterproportional gestiegenen EBITDA und der erhöhten Abschreibungen (+13,8% auf 5,3 Mio. €). Überwiegender Grund für den Anstieg der Abschreibungen waren fertiggestellte Investitionen der Vorjahre sowie die im Gegenstatz zum Vorjahreszeitraum zeitlich betrachtet nun vollständige Einbeziehun der Comparex Gesellschaften in den Konsolidierungskreis des Konzerns.
EBIT
| Tausend Euro | 2007/08 | 2008/09 | Veränderung |
| Geschäftsjahr | 12.469 | 12.900 | +3,3 % |
EBT
Das Vorsteuerergebnis sank im Gesamtzeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 3,7% auf 12,1 Mio. €. Grund hierfür ist ein verringertes Finanzergebnis. Dieses resultierte aus einem erhöhten Liquiditätsbedarf der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr (Zahlung der Earn-Out-Komponente an die Altgesellschafter von Comparex, Investitionen). Damit einher gehen entgangene Anlagezinsen, wobei dieser Effekt noch durch den Zinsverfall an den Kapitalmärkten verstärkt wurde. Außerdem wurden zur Deckung des Liquiditätsbedarfs Darlehen aufgenommen, was zu einer erhöhten Zinsbelastung führte.
| Tausend Euro | 2007/08 | 2008/09 | Veränderung |
| Geschäftsjahr | 12.527 | 12.100 | -3,7% |
Wie fiel das Periodenergebnis aus?
Der Periodengewinn (nach Minderheitenanteilen) lag im Geschäftsjahr 2008/09 bei 8,7 Mio. €. Dies folgt aus einem gestiegenen EBT bei gleichzeitig niedrigerer Konzernsteuerquote (26,5%, 2007/08: 29,8%) als Ergebnis konzerninterner Steueroptimierungsmaßnahmen.
Wie hat sich der Auslandsanteil am Umsatz entwickelt?
Der Auslandsanteil stieg im Geschäftsjahr 2008/09 auf 61,7% (2007/08: 56,8 %), was auf die im Vergleich zum Heimatmarkt Deutschland überproportional gute Entwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften zurückzuführen ist. Besonders starke Umsatzzuwächse erzielte der Konzern in Polen (+200,5 %), Spanien (+92,5 %) und Tschechien (+55,4 %).
Hat sich die Mitarbeiterzahl bei PC-WARE erhöht?
Zum Stichtag 31. März 2009 beschäftigte PC-WARE insgesamt 1.799 Mitarbeiter, wobei 1.650 festangestellt waren. Damit wuchs die Belegschaft (Festangestellte) auch im Berichtsjahr kontinuierlich.
Warum wurde die primäre Segmentierung umgestellt?
Aufgrund ähnlicher Geschäftsvorfälle und vergleichbarer Strukturen innerhalb unserer beiden Bereiche Softwarelizenzierung und Hardwarehandel werden wir diese im Segment Volume Business zusammenfassen, wogegen das margenstärkere Service-Geschäft unter Value Business geführt werden wird. So schaffen wir eine höhere Transparenz und vereinfachen die Vergleichbarkeit innerhalb der Peer Group. Darüber hinaus ergeben sich durch die neue Segmentierung Vorteile bezüglich der Steuerung innerhalb des zunehmend größer werdenden Konzerns.
Wie sehen die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2009/10 aus?
Angesichts der herausfordernden und noch immer unklaren gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Lage halten wir es nach wie vor für unseriös, eine konkrete Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2009/10 abzugeben. Gleichwohl sind alle Kräfte darauf ausgerichtet, eine weitere Steigerung von Geschäftsvolumen und EBITDA zu erzielen.
Fragen zur Akquisition von COMPAREX Central Europe and Iberia
Welche Ziele möchte PC-WARE mit der Akquisition von COMPAREX Central Europe and Iberia erreichen? Ergänzen sich die verschiedenen Produkt- und Servicelinien der Unternehmen? Welche Vorteile ergeben sich für die gemeinsamen Kunden?
Die Akquisition von COMPAREX stellt für PC-WARE einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zum Milliardenkonzern dar, denn durch die derzeitige Aufstellung der Unternehmensgruppe wird uns ein idealer Zugang zu den Kernmärkten Osteuropas und Spanien basierend auf einem großen Kundenstamm und der bereits im Markt sehr gut etablierten Marke COMPAREX ermöglicht. Des Weiteren sehen wir in der Integration der COMPAREX Unternehmen enorme Synergieeffekte und aussichtsreiche Diversifikationspotentiale aufgrund der zwar unterschiedlichen, aber dennoch komplementären Produktportfolien. Die Bereitstellung hochwertiger IT-Dienstleistungen im Data-Center-Umfeld wie sie von COMPAREX betrieben wird, ergänzt somit hervorragend unsere bisherigen Produkt- und Servicelinien, was nicht nur unseren bestehenden, sondern auch den neuen Kunden zugute kommt. Wir erwarten durch diese Konstellation ein erhebliches Cross-Selling Potential im Hinblick auf beide Kundenstämme.
In welchen Ländern hat COMPAREX Central Europe and Iberia Niederlassungen?
Österreich, Spanien, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Rumänien und Polen
Wie viel bezahlt PC-WARE für diese Transaktion?
Der effektive Kaufpreis für den COMPAREX Central Europe and Iberia Unternehmensverbund beträgt unter Berücksichtigung einer Ausgleichskomponente für überschüssige Liquidität rund 19 Millionen Euro. Darüber hinaus wurde eine zusätzliche Erfolgsbeteiligung (Earn-out) bei weiter steigenden Ergebnissen vereinbart. Bezogen auf das EBIT der übernommenen COMPAREX Gesellschaften bedeutet dies einen Multiplikator von 5.
Wie viele Mitarbeiter gibt es bei COMPAREX Central Europe and Iberia?
Derzeit beschäftigt der Unternehmensverbund rund 290 Mitarbeiter.
In einigen Ländern gibt es sowohl von PC-WARE als auch von COMPAREX Niederlassungen. Welche Niederlassungen werden weitergeführt? Werden Niederlassungen geschlossen?
Nicht nur die strategische, sondern auch die geographische Aufstellung von PC-WARE und COMPAREX ergänzt sich exzellent, so dass Synergien genutzt werden können. Es gibt lediglich lokale Überschneidungen in Österreich und Tschechien. Aufgrund der Vorteilhaftigkeit einer intensiveren Integration der österreichischen COMPAREX Niederlassung in die PC-WARE Gruppe wird sich in diesem Falle eine Zusammenlegung ergeben, um die Synergieeffekte gemeinsam besser nutzen und ausbauen zu können. Angesichts des sich ergänzenden, aber dennoch unterschiedlichen Produktportfolios, werden die Niederlassungen in Tschechien in ihrer bisherigen Form zunächst getrennt voneinander bestehen bleiben.
Was geschieht mit der Marke COMPAREX?
Die Einzelgesellschaften zählen in den jeweiligen Ländergesellschaften zu den Marktführern in ihrem Segment und genießen einen hohen Bekanntheitsgrad und eine ausgezeichnete Reputation bei Kunden, Herstellern und Partnern. Außerdem verfügt der Unternehmensverbund über eine gute, langjährige Kundenbasis. In Anbetracht dieser guten Positionierung der Marke COMPAREX, wird sie vorerst beibehalten und als Teil der PC-WARE Group weiter gestärkt.
Fragen zur Ausschreibung SACHA der Europäischen Kommission
Wie verteilt sich das Vertragsvolumen von 110,53 Mio. Euro auf die einzelnen Jahre?
Aus heutiger Sicht ist die Verteilung schwer abzuschätzen. Auf Basis der Erfahrungen, die wir bis dato mit der Europäischen Kommission gesammelt haben, gehen wir indes davon aus, dass sich das Gesamtvolumen relativ gleichmäßig über die vierjährige Laufzeit verteilen wird.
Existiert damit ein garantierter Vertragsanteil bei der Europäischen Kommission?
Der abgeschlossene Vertrag ist das Ergebnis einer öffentlichen Ausschreibung der Europäischen Kommission, die PC-WARE gewonnen hat. Nachdem wir bereits seit Anfang 2004 einen ähnlichen Rahmenvertrag mit der Europäischen Kommission hatten, ist dies quasi die Weiterführung der bisherigen erfolgreichen Zusammenarbeit. Nun wird PC-WARE auch bis 2010 der exklusive Lieferant aller Non-Microsoft Software für die Europäische Kommission und ihre Unterorganisationen sein.
Aus der Vergangenheit wissen wir, dass das Gesamtvolumen des Vertrags die Summe der Budgets der eingeschlossenen Organisationen reflektiert. Wir gehen somit davon aus, dass das Volumen über die vier Jahre ausgeschöpft wird.
Ist eine Verlängerung dieses Vertrags möglich bzw. vorgesehen?
Da es sich bei SACHA ("Software Acquisition Channel") um einen Vertrag handelt, welcher in Form einer öffentlichen Ausschreibung vergeben wurde, ist die Laufzeit gemäß den Ausschreibungsbedingungen auf vier Jahre befristet. Nach Ende der Laufzeit wird die Europäische Kommission voraussichtlich wieder eine öffentliche Ausschreibung durchführen, an welcher sich PC-WARE wieder beteiligen kann und wird.
Werden in Verbindung mit dem Abschluss des Vertrags auch die kurz- bzw. mittelfristigen Umsatz- und Ertragsziele von PC-WARE angepasst?
Eine Anpassung der Prognose ist in diesem Zusammenhang aus zwei Gründen nicht angezeigt. Erstens ergibt sich bei einer unterstellten Gleichverteilung der Umsätze auf vier Jahre ein Mehrumsatz von 27,6 Mio. Euro pro Jahr, was gemessen am prognostizierten Konzernumsatz des Geschäftsjahres 2006/07 (ca. 700 Mio. €) weniger als 4% entspricht. Zweitens erwarten wir nur einen kleinen Teil der Umsätze aus diesem Rahmenvertrag noch in diesem Geschäftsjahr.


