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Mehr Kompetenz durch Fokus!

Die Schließung zweier Geschäftsfelder und der Stellenabbau von 170 Mitarbeitern sind drastische Maßnahmen. Warum hat sich PC-WARE zu einem so drastischen Schritt entschlossen?

Zuerst einmal: Der Erfolg unserer Unternehmensgeschichte basiert seit knapp 20 Jahren auf den Ergebnissen unserer Kerngeschäftsfelder Software-Beschaffung, Software-Lizenzmanagement und IT-Consulting. Hier wachsen wir von Jahr zu Jahr über dem Marktdurchschnitt. Zunehmend gewinnen wir auch Marktanteile im IT-Consulting vor allem mit softwarenahen Dienstleistungen wie z.B. Software Asset Management, Virtualisierung, IT-Security und Business Solutions. Diese Bereiche sind von unseren Abbaumaßnahmen daher auch in keinster Weise betroffen. Hier wird unser Unternehmen auch zukünftig wie gewohnt erfolgreich und ertragsstark arbeiten.

Nach längeren Ausbauversuchen und gründlicher Analyse mussten wir jedoch anerkennen, dass die Geschäftsfelder Hardware-Handel im Client-Server-Umfeld und der Technische Service für PC-WARE Deutschland nicht ohne erhebliche Rote Zahlen zu bearbeiten sind, welches sich kein Unternehmen über längere Zeit leisten kann und will. Deshalb haben wir uns in Deutschland von diesen zwei Geschäftsfeldern getrennt (davon ausgenommen sind Brother-Produkte aus Rahmenverträgen). Wir bedauern dies außerordentlich, insbesondere für die betroffenen Mitarbeiter sowie deren Familien.

Was bedeutet das für PC-WARE Kunden?

Die Schließung dieser Geschäftsfelder und der damit verbundene Personalabbau haben keine Auswirkung auf unsere Kerngeschäftsfelder Software-Beschaffung, Software-Lizenzmanagement und IT-Consulting. Unsere gewohnte Art der persönlichen Kundenbetreuung bleibt bestehen und auch unsere exklusiven Software-Herstellerbeziehungen sind nicht beeinträchtigt. Der Bereich Professional Services wird unseren Kunden weiterhin Dienstleistungen in den Leistungsbereichen Consulting (WinTel Core Technologies, Virtualisierung, IT-Security), Software Asset Management, Business Solutions, Schulung/Training und MultiVendor HelpDesk in gewohnter Qualität anbieten. Auf Kunden mit Hardware-Verträgen oder Verträgen mit hardwarenahen Dienstleistungen gehen wir derzeit zu und suchen nach individuellen Lösungen. Diese Verträge werden wir jedoch ohne wenn und aber innerhalb der Vertragslaufzeiten vertragskonform erfüllen und für die Zeit hiernach bei der Alternativensuche nach Kräften behilflich sein. Wir wollen unseren Kunden auch weiterhin der gewohnt zuverlässige Partner in IT-Angelegenheiten sein.

War die Schließung der Bereiche wirklich notwendig?

Beide Bereiche schreiben seit langem rote Zahlen. Dies wurde verbunden mit hohen Personalkosten durch die Krise sogar verstärkt. Wir haben in den letzten Wochen intensiv um Alternativen zur Schließung gerungen, jedoch erwies sich keine als tragfähig, so dass der Vorstand diese Bemühungen abbrechen musste und keine Möglichkeit sieht, den Hardware-Handel und den Technischen Service mittelfristig profitabel zu führen. Wer die Ergebnisse dieser PC-WARE Bereiche in den letzten Jahren und insbesondere den letzten Monaten verfolgt hat, kann nachvollziehen, dass die jetzigen Schritte, so hart sie die Mitarbeiter auch getroffen haben, längst überfällig waren.

Wie gehen Sie mit den betroffenen Mitarbeitern um?

Die Maßnahme betrifft ca. 170 Mitarbeiter. Wir haben alle Mitarbeiter persönlich in Betriebsversammlungen vor Ort über die Maßnahme und deren Auswirkungen informiert. Dies war uns wichtig. Wir führen mit allen in den kommenden Tagen persönliche Gespräche, die dies wünschen. Die ersten der bundesweit insgesamt 170 gekündigten Mitarbeiter scheiden zum 15. Oktober aus dem Unternehmen aus. Selbstverständlich haben wir bei den Kündigungen soziale Aspekte - wie Unterhaltspflicht, Betriebszugehörigkeit, Lebensalter und Behinderung - berücksichtigt. Auch wenn wir uns keinen juristischen Vorwurf bei diesen betriebsbedingten Kündigungen machen müssen und ein Rechtsanspruch auf Leistungen im Zusammenhang mit der Kündigung nicht besteht, haben wir allen betroffenen Mitarbeitern ein Paket an Hilfen angeboten, soweit sie die Kündigungen akzeptieren. Dies reicht von einer freiwilligen Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes über die Möglichkeit eines vorzeitigen Ausscheidens bis hin zu weitreichenden Hilfen bei der Jobbewerbung und –suche. Zusätzlich - und wir wissen, dass das ein überdurchschnittliches Engagement ist - werden wir alles daran setzen, diesen Mitarbeitern bei der Suche nach einer neuen Anstellung behilflich zu sein, sei es durch Bewerbungstrainings oder die Vermittlung von Kontakten zu den Firmen, die in den betreffenden Marktsegmenten und Regionen tätig sind. Wir hoffen sehr, dass hierdurch die Situation für die betroffenen Mitarbeiter abgemildert werden kann.

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Janine Stoye

Janine Stoye
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